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Aktuelles

vom Einforstungsverband

Bericht zur 73. Generalversammlung

16.04.2019

Eingeforstete tagen in Tirol

 

Am Sonntag den 7.4.2019 hielt der Verband der Einforstungsgenossenschaften, Dachorganisation der 23. Einforstungsgenossenschaften Österreichs, seine nunmehr 73. Generalversammlung ab. Diesjähriger Veranstaltungsort war Angerberg im schönen Tirol. Die Delegierten der Einforstungsgenossenschaften sowie eine Vielzahl an Ehrengästen folgten der Einladung.

 

Vor den knapp 200 Anwesenden berichtete Obmann Friedrich Spitzer über die wichtigsten Tätigkeiten und Ereignisse des vergangenen Geschäftsjahres 2018. So konnten zahlreiche Vorstandsbeschlüsse in die Tat umgesetzt werden. Hervorzuheben ist die Übersiedlung der Verbandskanzlei nach Traunkirchen an den Standort des Waldcampus Österreich. Beim Waldcampus handelt es sich um das modernste forstwirtschaftliche Bildungszentrum Europas. Angesichts der Bestrebungen des Verbandes die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren sowie die Schulung von Mitgliedern und Funktionären zu verstärken, biete der neue Standort viele Möglichkeiten so Spitzer. Um weitere Mehrwerte für die Verbands- und Genossenschaftsmitglieder zu generieren, wurde zudem ein neuer Mitarbeiter in der Funktion eines Assistenten der Geschäftsleitung eingestellt. Seit 1. Oktober verstärkt Herr Ing. Helmut Hochreiner das Team der Verbandskanzlei. Ein weiterer Schwerpunkt im Jahr 2018 war die Erstellung der neuen Verbandshomepage, welche seit 4. November unter www.einforstungsverband.at besucht werden kann. Auch auf gesetzlicher Ebene war das Jahr 2018 ein Jahr der Veränderungen. Trotz massiver Intervention des Einforstungsverbandes, der Landwirtschaftskammer aber auch vieler Verpflichteter wurde die Behandlung der Wald- und Weidenutzungsrechte in die alleinige Bundesländerkompetenz verschoben, was zu einem Außerkrafttreten des Bundesgrundsatzgesetzes über die Behandlung der Wald- und Weidenutzungsrechte führen wird. Ein Auseinanderlaufen der Einforstungs-Landesgesetze und damit eine erschwerte Rechtsbehandlung könnte die Folge sein. Weiteres kam es zur Novellierung des § 8 des Salzburger Einforstungsrechtegesetzes betreffend die Anrechnung von höherwertigen Nadelnutzholz auf Brennholz. Abschließend berichtet Spitzer, dass die Verbandskanzlei im Jahr 2018 insgesamt 192 Beratungs- sowie 17 Vertretungsleistungen in Verwaltungsverfahren erbracht hat. 

 

Einen weiteren Höhepunkt der diesjährigen Generalversammlung bildete ein umfangreicher Fachvortrag der Agrarbehörde Tirol zum Thema Wald-Weide-Trennungen. Anhand von Beispielen aus der Praxis brachten die Referenten den Anwesenden den Verfahrensverlauf sowie die Vorteile einer erfolgreich durchgeführten Wald-Weide-Trennung näher.     

 

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten die Ansprachen der Ehrengäste. DI Hubert Schlager von der

ÖBf AG hob die gute Zusammenarbeit zwischen den Obmännern der Einforstungsgenossenschaften vor Ort hervor und erwähnte zudem die Schneeereignisse im Jänner 2019, die zu einem erhöhten Schadholzanfall führen werden. Herr ÖR Rudolf Rosenstatter, Obmann des Österreichischen Waldverbandes, betonte die Wichtigkeit der Einforstungsrechte und hob zudem den Stellenwert der Holzverwendung für den Schutz des Klimas hervor. Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol, Herr Ing. Josef Hechenberger, hob die Wichtigkeit der Schaffung und Erhaltung von Reinweideflächen und damit einhergehend auch die Wichtigkeit der Wald-Weide-Trennungen hervor. Besonderen Dank sprach er Herrn Adolf Neuhauser, Obmann der Einforstungsgenossenschaft Tirol sowie der Agrarbehörde Tirol für die hervorragende Arbeit im Zeichen der Einforstungsrechte aus. Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Herr Josef Moosbrugger, betonte die Wichtigkeit des bäuerlichen Eigentums als Produktionsfaktor für künftige Generationen. Zudem nahm Moosbrugger auf das Kuhurteil in Tirol Bezug und sprach sich für mehr Eigenverantwortung von Personen aus, die sich in der freien Natur bewegen. Diesbezüglich Gesetzesänderungen seien dringend erforderlich. Entwürfe dazu gehen bereits in den nächsten Tagen in Begutachtung. Herr DI Dr. Johannes Schima vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus bestellte der Versammlung schöne Grüße von Frau Bundesministerin Köstinger und brachte aktuelle Zahlen und Fakten zum österreichischen Wald. Den Abschluss der Ansprachen bildete die Videobotschaft von Frau Bundesministerin Köstinger, in welcher die Wichtigkeit des österreichischen Waldes und dessen nachhaltige Bewirtschaftung, bei der auch die Eingeforsteten eine wichtige Position einnehmen, betont wurde.    

 

Mag. Florian Past

Geschäftsführer

des Einforstungsverbandes       


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