Aktuelles

vom Einforstungsverband

Hagelereignis in Oberösterreich - Rechtzeitige Geltendmachung von Elementarholzansprüchen!

23.06.2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend des 22.6.2021 kam es insbesondere in den Bezirken Gmunden, Vöcklabruck und Kirchdorf zu schweren Hagelunwettern. Davon betroffen dürften auch viele elementarholzbezugsberechtigte Baulichkeiten sein. Das genaue Schadensausmaß ist derzeit noch unbekannt. Aus gegbenem Anlass weist der Einforstungsverband darauf hin, bestehende Elementarholzansprüche rechtzeitig geltend zu machen! Folgendes ist bei der Geltendmachung unbedingt zu beachten, wobei in Oberösterreich speziell die Bestimmung des § 23 und 24 des Oberösterreichischen Einforstungsrechtegesetzes zum Tragen kommen: 

 

1. Grundvoraussetzung für die Geltendmachung eines Elementarholzanspruches ist das Bestehen eines Elementarholzbezugsrechtes.

 

2. Der Schaden muss durch ein unverschuldetes Elementarereignis wie bspw. durch Hagel verursacht worden sein.

 

3. Aus Beweissicherungsgründen empfiehlt sich eine detaillierte Fotodokumentation des Schadens.

 

4. Die berechtigte Partei hat der verpflichteten Partei (meist ÖBf AG) den Schaden binnen 4 Wochen ab Eintritt unter Bekanntgabe der geschätzten erforderlichen Holzmenge zu melden (Muster-Antragsformular im Downloadbereich der Verbandshomepage: https://www.einforstungsverband.at/service/download). Im Wirkungsbereich der ÖBf AG ist der Schaden in der Regel dem zuständigen Revierleiter oder Einforstungsspezialisten bekanntzugeben. Dies sollte aus Beweissicherungsgründen schriftlich bspw. mittels Email (Empfangsbestätigung) oder durch eingeschriebenen Brief erfolgen. Der jeweils zuständige Obmann der Einforstungsortsausschusses sollte ebenfalls in Kenntnis gesetzt werden und steht den betroffenen Einforstungsberechtigten unterstützend zur Seite.   

 

5. Erzielen die Parteien innerhalb von 4 Wochen nach der Meldung des Schadens keine Vereinbarung oder wird einer solchen Vereinbarung die Genehmigung versagt, so hat die Agrarbehörde auf Antrag über den Elementarholzbezug zu entscheiden.

 

5. Achtung!!! Der Anspruch auf Elementarholzbezug erlischt, wenn das beschädigte oder zerstörte Objekt vor der Meldung an die verpflichtete Partei wieder hergestellt worden ist!!! 

 

6. Die Höchstmenge des Elementarholzbezugesrechts bildet die Holzmenge, angegeben in Rundholz, die zur Zeit der Regulierung in das Objekt eingebaut war.

 

7. Die verpflichtete Partei hat der berechtigten Partei das gebührende Elementarholz ohne unnötigen Aufschub möglichst in der Nähe des beschädigten oder zerstörten Objekts und mit möglischt günstiger Bringungsmöglichkeit anzuweisen.

 

Der Einforstungsverband, die Einforstungsgenossenschaften sowie die Einforstungsortsausschüsse stehen ihren Mitgliedern gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

 


Weitere Bilder


Zurück zur Übersicht

Sie sind Eigentümer einer einforstungsberechtigten Liegenschaft und an einer Mitgliedschaft bei einer unserer 23 Einforstungskörperschaften interessiert?Nähere Informationen finden Sie hier!

Mitglied werden